Lernstrategien aus der Hirnforschung – so können Sie sich Informationen besser merken
Jeden Tag wird unser Gehirn mit neuen Informationen geflutet. Würden wir all diese Informationen abspeichern, wären wir schnell überlastet – deswegen filtert das menschliche Gehirn jeden Tag aufs Neue, welche Informationen von Relevanz sind und welche nicht. Dabei gehen auch immer wieder Dinge verloren, die eigentlich nützlich sind.
Die Hirnforschung befasst sich aufgrund dieser Tatsache seit vielen Jahren mit der Entwicklung bestimmter Lernstrategien, die sicherstellen sollen, dass erlernte Informationen lange im Gedächtnis bleiben. Wir haben uns mit den verschiedenen Lernstrategien aus der Hirnforschung auseinandergesetzt, um Ihnen in diesem Beitrag die wichtigsten Tipps an die Hand geben zu können. So wird Ihr nächstes E-Learning garantiert zu einem echten Erfolg!
Erkenntnisse aus der Hirnforschung: Intensives Lernen setzt Mühe voraus
Wir alle träumen davon, dass wir unsere Lernunterlagen einfach nur die Nacht über unter unser Kopfkissen legen müssen und am nächsten Tag hat das Gehirn alle Informationen aufgesogen. Ganz so einfach ist es leider nicht. Wenn Sie wirklich lernen möchten, müssen Sie sich auch intensiv mit dem Lernmaterial auseinandersetzen – hier führt kein Weg dran vorbei.
Wie erfolgreich das Lernen ist, hängt allerdings auch davon ab, auf welche Art man sich mit den Lerninhalten auseinandersetzt. Aktuelle Erkenntnisse aus der Hirnforschung haben ergeben, dass man sich zu lernende Inhalte am besten einprägen kann, wenn man sie auf verschiedene Arten und über verschiedene Kanäle aufnimmt. Wird das Gehirn auf mehrere verschiedene Arten angesprochen, kann es die Informationen besser abspeichern:
- Visuell: Texte und Grafiken bilden die Grundlage für das Lernen. Sie werden vom Auge wahrgenommen und so ans Gehirn weitergetragen.
- Auditiv: Werden die Lerninhalte zusätzlich laut vorgelesen oder vorgetragen, erreichen die Informationen das Gehirn über einen weiteren Kanal.
- Haptisch: Zusätzlich lässt sich das Lernen verstärken, indem das Lernobjekt angefasst und ertastet wird.
- Olfaktorisch: Auch das Riechen bietet viele wertvolle Informationen, die im Lernprozess wichtig sein können, sofern die Lerninhalte direkt mit einem Geruch verbunden sind.
Je mehr Kanäle beim Lernen angesprochen werden, desto höher ist die Chance, dass das Gehirn die Inhalte abspeichert. Vor allem in Kombination mit regelmäßigen Wiederholungen und einer tiefen Auseinandersetzung mit den Lerninhalten können so die besten Ergebnisse erzielt werden. Es lassen sich viele Lernstrategien aus der Hirnforschung ableiten, die Ihnen das Lernen zusätzlich erleichtern.
5 Lernstrategien aus der Hirnforschung: So lernen Sie erfolgreich
Wir möchten in diesem Beitrag nicht nur über das theoretische Vorgehen beim optimalen Lernen sprechen, sondern Ihnen auch 5 Lernstrategien aus der Hirnforschung an die Hand geben, damit Sie künftig erfolgreicher lernen können.
Strategie 1: Eselsbrücken bauen
Sicher kennen Sie diesen Tipps schon seit Kindheitstagen, aber er gilt bis heute als eine der effizientesten Lernmethoden: Das Bauen von Eselsbrücken. Diese Maßnahme funktioniert am besten, wenn Sie sich mit repetitiven Lernaufgaben befassen, also beispielsweise beim Lernen von neuen Wörtern. Verbinden Sie ein Wort, das Sie sich schlecht merken können, im Kopf mit einem bestimmten Bild. Dieses Bild darf ruhig abstrakt sein, denn das Gehirn lernt am besten, wenn es in seiner Erwartung überrascht wird – und Sie können sich sowohl das Bild als auch das Wort deutlich besser merken.
Strategie 2: Halten Sie einen Vortrag
Werden erlernte Inhalte wiederholt und laut ausgesprochen, können sie im Gehirn besser abgespeichert werden – und das sogar langfristig. Das haben viele Forschungen zu Lernstrategien aus der Hirnforschung ergeben. Ein Vortrag ist hier genau die richtige Möglichkeit, um das Erlernte abzuspeichern. Zunächst bereiten Sie die Inhalte bei der Vorbereitung des Vortrags schriftlich noch einmal ganz neu auf, was Ihrem Gehirn bereits die Möglichkeit gibt, erste Details abzuspeichern. Im nächsten Schritt sollten Sie die Inhalte einer möglichst fachfremden Person vortragen, die dann auch die Möglichkeit hat, ganz eigene Fragen zu stellen. Durch diese Fragen stärken Sie zusätzlich das eigene Grundverständnis zum Thema und tauchen tiefer in die Thematik ein. Wenn gerade keine fachfremde Person zur Hand ist, können Sie den Vortrag aber auch für sich selbst halten – allein das Vorbereiten und laute Aussprechen der Inhalte unterstützt bereits den Lernprozess.
Strategie 3: Bringen Sie Emotion ins Lernen ein
Emotionen sind ein wichtiger Bestandteil des gesamten Lernprozesses und nehmen maßgeblichen Einfluss darauf, ob Sie beim Lernen erfolgreich sind oder nicht. Mit der Emotion ist eine Lernstrategie aus der Hirnforschung entstanden, die sich maßgeblich auf den Leitsatz „Wer denken will, muss fühlen“ fokussiert. Dabei bezieht sich der Spruch vor allem auf das limbische System im Gehirn, das alle Informationen, die das Gehirn erhält, emotional bewertet. So werden Inhalte in bestimmte Kategorien eingeteilt, beispielsweise in langweilig oder spannend, vorteilhaft oder nachteilig, schmerzhaft oder freudig. Je nachdem, ob das Gehirn die Informationen für wertvoll erachtet oder nicht, findet im Anschluss ein Abspeichern oder ein Verwerfen der Informationen statt. Daher ist es sinnvoll, die Lerninhalte mit einer positiven Emotion zu verknüpfen, um langfristig von dem Wissen profitieren zu können.
Strategie 4: Spaß beim Lernen ist der Schlüssel zum Erfolg
Lernen klingt erst mal trocken und langweilig – das muss es aber nicht sein. Die Lernstrategien aus der Hirnforschung machen klar, dass allein das Interesse an den Lerninhalten dazu führen kann, dass sich das Gehirn beim Lernen selbst belohnt. Gestalten Sie das Lernen daher so, dass Sie Freude daran haben, beispielsweise indem Sie sich regelmäßig mit einem kurzen Quiz rund um die Lerninhalte selbst herausfordern. Wenn Sie erfolgreich darin sind, setzt automatisch ein Erfolgsgefühl ein, das von Ihrem Gehirn belohnt wird. So lassen sich die Inhalte deutlich leichter und schneller abspeichern.
Strategie 5: Erschaffen Sie eine geeignete Lernumgebung
Das Gehirn arbeitet ähnlich wie ein Fotoapparat: Es speichert nicht nur die Informationen ab, die wir lernen, sondern auch die Umgebung, in der wir gelernt haben. Suchen Sie sich daher für Ihre Lerneinheiten einen einprägsamen Ort, der eng mit den Lerninhalten verknüpft werden kann. Wenn Ihnen die Informationen dann doch mal entfallen, können Sie sich einfach an die Umgebung erinnern, um auch wieder Zugriff auf die Lerninhalte zu haben. Wenn Ihnen dafür keine örtliche Umgebung zur Verfügung steht, weil Sie beispielsweise bei der Arbeit lernen müssen, können Sie auch mit kleinen Details für Einzigartigkeit sorgen – beispielsweise, indem Sie zum Lernen immer eine bestimmte Duftkerze oder einen Blumenstrauß aufstellen oder ein bestimmtes Outfit tragen.
Lernstrategien aus der Hirnforschung in den E-Learnings von SmartXplain
Wir kennen die wichtigsten Lernstrategien aus der Hirnforschung in- und auswendig – und wir setzen sie in unseren E-Learnings so um, dass Sie daraus die besten Lernerfolge ziehen können. So nutzen wir aktiv verschiedene Kanäle, um die Inhalte zu vermitteln und ergänzen jedes E-Learning mit Rätseln und Quizzen, um die Freude am Lernen zu bewahren. Zusätzlich setzen wir auf didaktische Grundlagen bei allen Lerninhalten, die so aufbereitet werden, dass sie für alle Lerntypen verständlich sind. Wenn Sie ein professionelles E-Learning für Ihr Unternehmen anfertigen lassen möchten, sind wir von SmartXplain der richtige Ansprechpartner. Wenden Sie sich für ein unverbindliches Angebot gern über unsere Kontaktdaten direkt an uns – wir beraten Sie gern!